Manchmal ist es nicht der Sturm, der uns verändert,
sondern die Tiefe.
Dort unten, wo das Licht nur noch gedämpft ankommt,
werden Bewegungen langsamer.
Gedanken verlieren ihre Schärfe.
Und was wir lange überhört haben,
beginnt eine eigene Sprache zu sprechen.
Du kannst dich nicht ewig über Wasser halten.
Irgendwann zwingt dich etwas, hinabzutauchen –
zu dem, was schwer ist,
zu dem, was geblieben ist,
zu dem, was sich nicht mehr verschieben lässt.
Am Grund wartet keine Erlösung.
Aber vielleicht ein klarerer Blick.
Und der erste, vorsichtige Atemzug
in einer Wahrheit,
die du nicht länger umgehen willst.
Klappentext
Es gibt Lebensentwürfe, die einmal wie Rettung wirken.
Und Tage, an denen man spürt, dass selbst das, was Halt geben sollte, zu kippen beginnt.
Ole lebt auf einem Gutshof südlich von Kiel, in einer Gemeinschaft, die aus dem Wunsch nach einem anderen Leben entstanden ist: näher, freier, verbindlicher.
Doch zwischen Kindern, Arbeit, alten Verletzungen und der Last gemeinsamer Verantwortung gerät dieses fragile Gefüge unter Druck. Was einmal wie ein Versprechen aussah, fühlt sich längst nicht mehr nur nach Aufbruch an.
Vergangenheit kehrt zurück. Beziehungen verschieben sich. Zugehörigkeit verliert ihre Selbstverständlichkeit.
Während Ole versucht, das Leben zusammenzuhalten, das ihn einst gerettet hat, wächst in ihm eine andere Frage:
Was bleibt, wenn Erschöpfung, Sehnsucht und das Gefühl, nicht wirklich gesehen zu werden, stärker werden als alles, woran man geglaubt hat?
Atemschöpfen am Grund ist ein ruhiger, psychologisch dichter Gegenwartsroman über Verlust, Freiheit, Loyalität und die Wahrheit, die alles verändert, sobald sie sich nicht länger verdrängen lässt.
Band 3 der Metamour-Reihe.
Für Leser:innen, die literarische Beziehungsromane mit Tiefe suchen.
Für Leser:innen, die Ambivalenz lieber spüren als erklärt bekommen.
Für Leser:innen, die ruhige Romane mit starkem innerem Druck lieben.